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Pressemitteilung zu Wanderungsbewegung

175/2026/41/A
Fürth, den 3. Juli 2026

Bayern verzeichnet 2025 ein Wanderungsplus von 31 000 Personen – deutlich weniger als in den Vorjahren

Hohe Nettozuwanderung von Personen aus Asien und Afrika sowie aus der Ukraine und dem Kosovo.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, zogen im Jahr 2025 erneut mehr Personen nach Bayern als abwanderten. Der Saldo aus Zu- und Fortzügen betrug von Anfang Januar bis Ende Dezember 2025 insgesamt 31 036 Personen. Damit liegt der Wanderungsgewinn weit unter dem Vorjahreswert von über 77 000 Personen. Der größte Teil des Wanderungsgewinns im Jahr 2025 stammt mit einem Plus von 22 599 Personen aus dem Ausland. Aus dem restlichen Bundesgebiet sind im vergangenen Jahr 8 439 Personen mehr nach Bayern gekommen als fortgezogen.

Fürth. Die Wanderungsbilanz Bayerns weist im Jahr 2025 einen Überschuss in Höhe von 31 036 Personen auf. Nach Meldung des Bayerischen Landesamts für Statistik ergibt sich der Saldo aus insgesamt 370 869 Zuzügen und 339 833 Fortzügen über die Grenzen des Freistaats.

Aus dem Ausland zogen im abgelaufenen Berichtsjahr 254 779 Personen nach Bayern, aus dem restlichen Bundesgebiet 116 090 Personen. Von den Fortziehenden verließen 232 180 Personen den Freistaat in Richtung Ausland, während 107 651 ins restliche Bundesgebiet zogen. Gegenüber dem Ausland erzielt Bayern im Jahr 2025 somit einen Wanderungsgewinn in Höhe von 22 599 Personen, gegenüber dem restlichen Bundesgebiet in Höhe von 8 439 Personen. Insgesamt liegt der Wanderungsgewinn im Jahr 2025 mit 31 036 Personen circa 46 300 Personen unter dem des Vorjahres, als 77 384 Personen (Ausland: 67 844 Personen, restliches Bundesgebiet: 9 540 Personen) mehr zu- als fortzogen.

Mehr als zwei Drittel der Nettozuwanderung entfallen auf Personen mit asiatischer Staatsangehörigkeit
Fasst man Staatsangehörigkeiten zu Kontinenten zusammen, so liegt für Asien, Afrika, Amerika sowie Australien und Ozeanien ein positiver Wanderungssaldo gegenüber dem Ausland vor. Dabei entfallen gut 68 Prozent des Wanderungsgewinns auf Personen mit einer asiatischen Staatsangehörigkeit (19 270 Personen), etwa 21 Prozent auf Personen mit einer afrikanischen Staatsangehörigkeit (6 042 Personen) und knapp zehn Prozent werden durch Personen mit einer nord- oder südamerikanischen Staatsangehörigkeit (2 794 Personen) erzielt.

 - Öffnet große Ansicht

Bei Personen mit europäischer Staatsangehörigkeit wird 2025 nach langjährigen Wanderungsüberschüssen ein Defizit in Höhe von 5 448 Personen registriert. Die weiterhin hohen Wanderungsgewinne bei ukrainischen Staatsangehörigen (16 643 Personen) können das Wanderungsdefizit bei anderen europäischen Staatsangehörigkeiten (z.B. deutsch: -18 885 Personen; kroatisch: -4 240) nicht ausgleichen.

Betrachtet man alle Staatsangehörigkeiten, so gab es im Jahr 2025 die höchste Nettozuwanderung aus dem Ausland bei Personen aus der Ukraine (16 643), gefolgt von Personen aus Indien (5 697), dem Kosovo (4 586), Vietnam (3 275), aus Bosnien und Herzegowina (1 926), Pakistan (1 702) sowie Staatsangehörigen aus Albanien (1 683), Afghanistan (1 519) und Serbien (1 378).

Sechs Prozent weniger Umzüge innerhalb Bayerns
Innerhalb Bayerns kam es im Jahr 2025 zu 534 783 übergemeindlichen Wanderungsbewegungen, was im Vergleich zum Vorjahr (2024: 570 244) ein Minus von 35 461 innerbayerischen Umzügen bzw. gut sechs Prozent darstellt.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter berichtet, verbuchen auf Regierungsbezirksebene im Jahr 2025 alle Regierungsbezirke ein Wanderungsplus (Oberbayern: 6 676, Niederbayern: 4 899, Oberpfalz: 3 042, Oberfranken: 2 489, Mittelfranken: 5 510, Unterfranken: 1 802, Schwaben: 6 617).

 - Öffnet große Ansicht

Hinweise:
Ausführliche Informationen erhalten Sie kostenlos als Download

Daten zu den Wanderungen in Bayern erhalten Sie über folgenden Link: Wanderungen auf GENESIS-Online

Graphisch aufbereitete Daten zu Wanderungen veröffentlicht das Landesamt unter https://www.demographie.bayern.de

Geheimhaltungsverfahren Cell-Key-Methode
Die in der Pressemitteilung enthaltenen Daten sind mit dem Verfahren der Cell-Key-Methode geheim gehalten. Dieses Verfahren wird in den meisten Bevölkerungsstatistiken (z.B. Geburten, Sterbefälle, Wanderungen, Einbürgerungen) ab dem Berichtsjahr 2025 zur Umsetzung der Geheimhaltung eingesetzt.

Es ist zu beachten: Wenn Daten, die mit der Cell-Key-Methode geheim gehalten worden sind, in einer Tabelle dargestellt werden, ergibt sich bei der Aufsummierung der Zeilen oder Spalten in der Tabelle nicht immer die veröffentlichte Gesamtzahl. Es kann zu Abweichungen in den Summen kommen.

Weitere Informationen zur Cell-Key-Methode gibt es unter anderem hier: https://www.statistikportal.de/de/cell-key-methode