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Pressemitteilung

143k/2026/42/A
Fürth, den 2. Juni 2026

Hälfte der Bevölkerung in Bayern gilt als übergewichtig

Mikrozensus zeigt: Body-Mass-Index im Jahr 2025 bei 25,8 in Bayern

Korrektur: In der Pressemeldung 143/2026/42/A vom 2.Juni 2026 wurde eine Begrifflichkeit falsch ausgewiesen. Statt „städtischen“ muss es „ländlichen“ heißen. Die Änderungen sind fett markiert. Die alte Definition ist in Klammern dahinter.

175 Logo MzWie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, gilt im Jahr 2025  mit 51 Prozent mehr als die Hälfte der bayerischen Bevölkerung nach den Kriterien des Body-Mass-Index (BMI) als übergewichtig oder adipös. Im Schnitt liegt der BMI in Bayern bei 25,8. Ab 25,0 wird man nach der Klassifikation der World Health Organization (WHO) als übergewichtig eingestuft. Männer sind dabei deutlich häufiger von Übergewicht betroffen als Frauen. Das ergeben die Auswertungen des Mikrozensus aus dem Zusatzprogramm Gesundheit für das Jahr 2025. Während der BMI insgesamt seit 2005 angestiegen ist, bleibt er im Vergleich zu 2021 unverändert.

Fürth. Im Rahmen des Mikrozensus 2025, einer jährlichen Stichprobenerhebung bei einem Prozent der Bevölkerung, konnten diesmal alle volljährigen Befragten Auskunft über ihre Körpergröße und ihr Körpergewicht geben1). Die Angaben sind in diesem Zusatzprogramm freiwillig. Nach den Ergebnissen liegt der BMI in Bayern bei 25,8. Mit 51,0 Prozent gilt knapp mehr als die Hälfte als übergewichtig. Laut Bayerischem Landesamt für Statistik wiegen die bayerischen Männer bei einer Körpergröße von 1,79 m im Durchschnitt 85,7 kg. Die bayerischen Frauen sind durchschnittlich 1,66 m groß und wiegen 68,3 kg. Insgesamt liegt die Durchschnittsgröße eines Erwachsenen in Bayern bei 1,73 m.

Männer sind häufiger übergewichtig oder adipös als Frauen
Mit 46 Prozent ist knapp die Hälfte der bayerischen Bevölkerung normalgewichtig, wobei Frauen mit 55 Prozent deutlich häufiger im Bereich des Normalgewichts liegen als Männer mit 38 Prozent. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung in Bayern hat einen BMI zwischen 25 und unter 30 und wird laut WHO als übergewichtig eingestuft. Weitere 16 Prozent sind mit einem BMI von 30 oder höher stark übergewichtig. Dabei haben die bayerischen Männer häufiger Übergewicht (43 Prozent) oder sind adipös (18 Prozent) als die bayerischen Frauen (28 Prozent beziehungsweise 13 Prozent). Untergewicht kommt seltener vor und betrifft insgesamt zwei Prozent der Bevölkerung in Bayern.

Der durchschnittliche BMI liegt mit 25,8 für die erwachsene Bevölkerung Bayerns knapp im Bereich des Übergewichts. Frauen haben einen durchschnittlichen BMI von 24,9, Männer liegen mit durchschnittlich 26,7 darüber.

Regionale Unterschiede zwischen urbanem und ländlichem (alt: städtischem) Raum sichtbar
Beim durchschnittlichen BMI sind regionale Unterschiede sichtbar. In den urbanen Regionen Bayerns liegt der BMI bei 25,2 und damit niedriger als in ländlichen (alt: städtischen) Regionen. Hier liegt der BMI der Bevölkerung, die in halbstädtischen oder ländlichen Regionen leben, im Durchschnitt bei 26,0 beziehungsweise 26,2.

Ein Blick auf die Regierungsbezirke zeigt, dass Oberbayern mit 25,4 den niedrigsten BMI und die Oberpfalz mit 26,4 den höchsten BMI aufweist. In den anderen Regierungsbezirken liegt der BMI in Schwaben bei 25,9, in Niederbayern, Mittel- und Unterfranken bei jeweils 26,1 und in Oberfranken bei 26,3.

Die Bevölkerung in der Landeshauptstadt München hat einen BMI von durchschnittlich 24,6. Etwas höher ist der BMI in Augsburg (25,5) und Nürnberg (25,8).

Der durchschnittliche Body-Mass-Index in Bayern seit 2021 unverändert
Der 20-Jahresvergleich zeigt eine Zunahme des BMI in Bayern: Seit 2005 ist der BMI der bayerischen Bevölkerung ab 18 Jahren um 0,4 gestiegen. Damals lag der durchschnittliche BMI noch bei 25,42). Im Vergleich zur letzten Erhebung des Body-Mass-Index im Mikrozensus 2021 ist der BMI im Jahr 2025 hingegen unverändert bei 25,8.

Ein international anerkanntes Maß zur Beurteilung von Über- und Untergewicht ist der sogenannte Body-Mass-Index (BMI). Er errechnet sich aus dem Körpergewicht in Kilogramm dividiert durch die Körpergröße in Metern im Quadrat (BMI = kg / m2). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Erwachsene ab 18 Jahren mit einem BMI unter 18,5 als untergewichtig, zwischen 18,5 und unter 25 als normalgewichtig und mit einem BMI von 25 bis unter 30 als übergewichtig beziehungsweise ab 30 als stark übergewichtig oder adipös ein. Allerdings bleiben das Geschlecht und das Alter bei der Einteilung unberücksichtigt3).

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Hinweise:
1) 54 Prozent der Befragten ab 18 Jahren haben hierzu plausible Angaben erteilt.

2) Da der Mikrozensus zum Erhebungsjahr 2020 grundlegend neu konzipiert wurde, ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse des Mikrozensus 2021 mit den Erhebungen aus den Jahren vor 2020 jedoch nur eingeschränkt gegeben. Neben dem Fragenprogramm wurden die Konzeption der Stichprobe sowie mit der Einführung eines Online-Fragebogens auch die Form der Datengewinnung verändert (vgl. „Die Neuregelung des Mikrozensus ab 2020“, WISTA – Wirtschaft und Statistik, 2019/6, S. 9-17, Hundenborn, Janina und Enderer, Jörg, 2019). Aber auch in den Jahren zuvor fanden im Mikrozensus immer wieder konzeptionelle Anpassungen statt, die zu methodischen Effekten in den Zeitreihen führten (vgl. „Mikrozensus – Fragen zur Gesundheit – Rauchgewohnheiten der Bevölkerung“, Statistisches Bundesamt, 2018).

3) Vgl. „Obesity: preventing and managing the global epidemic“, Technical Report Series 894, World Health Organization, 2000.

Die dargestellten Ergebnisse stammen aus dem Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland, die (mit wenigen Ausnahmen) seit 1957 jährlich durchgeführt wird. In dieser Zeit gab es mehrere methodische und konzeptionelle Veränderungen, die die zeitliche Vergleichbarkeit einschränken. Langfristige Trends können dennoch erkannt werden. Weitere Hinweise zu Zeitreiheneffekten im Mikrozensus sind hier zu finden: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Migration-Integration/Methoden/Erlauterungen/1-mikrozensus-methodischen-effekten-in-der-zeitreihe.html