Pressemitteilung
Fürth, den 29. Mai 2026
Inflation in Bayern geht im Mai 2026 auf 2,6 Prozent zurück
Verbraucherpreisindex sinkt um 0,2 Prozent im Vergleich zum April 2026
Fürth. Im Freistaat steigen die Verbraucherpreise im Mai 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,6 Prozent. Damit sinkt die Inflationsrate im Mai 2026 geringfügig gegenüber dem Vormonat, bleibt aber weiterhin auf einem erhöhten Niveau. Nahrungsmittel kosten im Vorjahresvergleich 0,3 Prozent mehr. Die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) steigen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,5 Prozent.
Im Vergleich zum Vormonat April 2026 sinkt der Verbraucherpreisindex im Mai 2026 um 0,2 Prozent. Nahrungsmittel sind im Vergleich zum Vormonat um 1,1 Prozent günstiger, die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) sinken ebenfalls, und zwar um 4,4 Prozent. Bei den Kraftstoffpreisen machen sich die im April vom Bundestag beschlossenen Maßnahmen bemerkbar. Die Preise für Kraftstoffe sinken im Mai 2026 im Vormonatsvergleich um 8,6 Prozent.
Inflationsrate im Mai
Die Inflationsrate, gemessen als prozentuale Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat, liegt im Mai 2026 bei 2,6 Prozent. Im Vergleich zum April 2026 sinkt der Verbraucherpreisindex um 0,2 Prozent.
Die Teuerungsrate des Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie, in der öffentlichen Diskussion oft als Kerninflationsrate bezeichnet, beläuft sich in diesem Monat auf 2,7 Prozent und liegt damit im Gegensatz zu den vergangenen zwei Monaten im Mai 2026 über der Gesamtinflation. Gegenüber dem Vormonat April 2026 steigt die Kerninflation um 0,4 Prozent.
Nahrungsmittel: Grundnahrungsmittel wie Brot und Brötchen, Fleisch und Fleischwaren sowie Obst werden teurer
Im Vergleich zum Vormonat April 2026 sinken die Preise für Nahrungsmittel um 1,1 Prozent. Im Jahresvergleich steigen für Verbraucherinnen und Verbraucher im Mai 2026 die Preise leicht an (+0,3 Prozent). Brot und Brötchen (+1,7 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (+2,9 Prozent) sowie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+6,4 Prozent) werden gegenüber dem Vorjahr deutlich teurer. Ebenso steigen die Preise im Vorjahresvergleich für Kaffee und Ähnliches (+10,7 Prozent). Obst wird im Vorjahresvergleich ebenfalls teurer (+2,2 Prozent). Die Preise für Gemüse sinken allerdings gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent. Molkereiprodukte und Eier sind im Vorjahresvergleich ebenfalls um 3,3 Prozent günstiger. Wie schon in den Vormonaten sinken auch die Verbraucherpreise für Butter (-29,8 Prozent) sowie Olivenöl (-8,1 Prozent) gegenüber dem Vorjahr spürbar. Hier macht sich ein so genannter Basiseffekt bemerkbar, da die Preise für diese Produkte im Vorjahr zum Teil stark gestiegen waren.
Preise für Kraftstoffe sinken im Vergleich zum Vormonat (-8,6 Prozent); im Vorjahresvergleich jedoch deutliche Preissteigerungen (+16,6 Prozent).
Die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) sinken im Vergleich zum April 2026 um 4,4 Prozent. Tanken wird im Mai 2026 gegenüber dem Vormonat um 8,6 Prozent günstiger. Die Preise für Heizöl sinken ebenfalls (-8,5 Prozent), wenngleich die Senkung der Mineralölsteuer nicht die Preise für Heizöl und auch Erdgas betrifft. Ebenfalls sinken die Preise für Strom (-0,2 Prozent) und Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe (-0,1 Prozent). Für Erdgas bleiben die Preise konstant.
Im Vorjahresvergleich hingegen liegen die Preise für Energie im Mai 2026 um 5,5 Prozent über den Preisen von Mai 2025. Mit einem Plus von 38,1 Prozent steigt dabei vor allem der Preis für Heizöl deutlich. Auch der Preis für Kraftstoffe ist im Mai 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat stark gestiegen (+16,6 Prozent). Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe werden im Vorjahresvergleich ebenfalls teurer (+18,6 Prozent). Strom (-6,2 Prozent) und Erdgas (-4,2 Prozent) können dagegen günstiger bezogen werden.
Preise für Heizöl steigen seit 2020 am stärksten (+145,9 Prozent)
Insbesondere in der langfristigen Betrachtung wird deutlich, wie stark und vor allem wie unterschiedlich sich die Energiepreise entwickelt haben: Gegenüber den Durchschnittspreisen des Jahres 2020, dem Basisjahr der Verbraucherpreisstatistik, sind die Preise für Erdgas (+80,7 Prozent) sowie Brennholz, Holzpellets und andere feste Brennstoffe (+61,4 Prozent) deutlich gestiegen. Die Preise für Kraftstoffe haben sich seit dem Basisjahr um 58,5 Prozent erhöht. Am stärksten sind die Preise für Heizöl gestiegen (+145,9 Prozent). Für Strom hingegen liegt die Preissteigerung lediglich bei 13,5 Prozent. Insgesamt sind die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) seit dem Jahr 2020 um 48,2 Prozent gestiegen.
Wohnungsmieten – Preissteigerungen unter der Entwicklung des Gesamtindex
Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhen sich die tatsächlichen Wohnungsmieten ohne Nebenkosten im Mai 2026 um 2,1 Prozent. Die Preissteigerung in diesem
Bereich liegt unter dem Niveau der allgemeinen Preisentwicklung.
Hinweise:
Die Ergebnisse für Mai 2026 gelten zunächst als vorläufig. Ab dem 05. Juni 2026 finden Sie die endgültigen Landesergebnisse unter: https://www.statistik.bayern.de/statistik/preise_verdienste/preise/index.html.
Methodische Hinweise:
Der Teilindex Energie umfasst Haushaltsenergie und Kraftstoffe. Unter Haushaltsenergie fallen u.a. Strom, Leichtes Heizöl sowie Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe.
Die Tatsächliche Nettokaltmiete ist definiert als Miete ohne Nebenkosten und ohne unterstellte Mieten. Bei den Mieten werden in der Verbraucherpreisstatistik Neu- und Bestandsmieten repräsentativ erhoben.
Mehr Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht:
„Verbraucherpreisindex für Bayern. Monatliche Indexwerte von Januar 2020 bis Mai 2026 mit Gliederung nach Haupt- und Sondergruppen“ (Bestellnummer: M1301C 2026 05).
Des Weiteren können die Ergebnisse zum Verbraucherpreisindex auch über die Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden: Bayerisches Landesamt für Statistik - GENESIS-Online: Statistik: 61111.
