Pressemitteilung zum Muttertag
Fürth, den 7. Mai 2026
Zwei Drittel der Mütter in Partnerschaften in Bayern finanzieren 2025 den Großteil ihres Lebensunterhalts selbst
15-Jahres-Vergleich zeigt: Mit zunehmender Erwerbsbeteiligung steigt finanzielle Unabhängigkeit
Wie das Fachteam des Bayerischen Landesamts für Statistik mitteilt, finanzieren im Jahr 2025 insgesamt 66 Prozent der Mütter in Partnerschaften in Bayern ihren überwiegenden Lebensunterhalt durch die eigene Erwerbstätigkeit. Bei Vätern in Partnerschaften trifft das auf 93 Prozent zu. Im 15-Jahres-Vergleich sind Mütter heute finanziell unabhängiger. Im Jahr 2010 bestritten 56 Prozent der Mütter überwiegend ihren Lebensunterhalt durch die eigene Erwerbstätigkeit, also zehn Prozentpunkte weniger als im Jahr 2025. Die Erwerbstätigenquote lag bei ihnen im Jahr 2010 bei 70 Prozent und steigt im Jahr 2025 auf 81 Prozent an.
Fürth. Aktuelle Mikrozensus-Ergebnisse aus dem Jahr 2025 zeigen, dass 93 Prozent der Väter und 66 Prozent der Mütter in Paarbeziehungen in Bayern ihren überwiegenden Lebensunterhalt aus der eigenen Erwerbstätigkeit bestreiten. Anders als bei den Müttern bleiben die Werte der Väter in Partnerschaften im Vergleich zum Jahr 2010 unverändert. Insgesamt werden 1,1 Millionen Paare mit Müttern und Vätern ab 20 Jahren betrachtet, deren jüngstes Kind minderjährig ist.
Mütter finanziell zunehmend auf eigenen Beinen
Ein 15-Jahres-Vergleich zeigt, dass die Bedeutung der eigenen Erwerbstätigkeit für den Lebensunterhalt von Müttern in Partnerschaften zugenommen hat. So stieg der Anteil der Mütter, die ihren überwiegenden Lebensunterhalt aus der eigenen Erwerbstätigkeit bestreiten, im Vergleich zu 2010 um zehn Prozentpunkte auf 66 Prozent. Die finanzielle Unabhängigkeit zeigt sich hier in den vergangenen Jahren im Zusammenhang mit der gestiegenen Erwerbsbeteiligung. So lag die Erwerbstätigenquote im Jahr 2010 noch bei 70 Prozent und stieg innerhalb der letzten 15 Jahre auf 81 Prozent im Jahr 2025 an. Auch wenn die Abhängigkeit vom Einkommen des Partners oder Angehöriger um 15 Prozentpunkte abgenommen hat, ist im Jahr 2025 jede fünfte Mutter (21 Prozent) auf deren Einkünfte angewiesen. Sieben Prozent beziehen die überwiegenden Mittel für den Lebensunterhalt aus Elterngeldzahlungen. Das Elterngeld spielt insgesamt für Mütter im Jahr 2025 eine wichtigere Rolle als noch vor 15 Jahren (+ drei Prozentpunkte).
Finanzielle Unabhängigkeit der Mütter mit zunehmendem Alter der Kinder
Die Mikrozensus-Ergebnisse zeigen, dass Mütter in Partnerschaften mit zunehmendem Alter der Kinder von Elterngeldzahlungen und dem Einkommen Angehöriger unabhängiger werden. Während Mütter mit Kindern unter sechs Jahren zu 53 Prozent ihren Lebensunterhalt überwiegend aus eigener Erwerbstätigkeit bestreiten, erhöht sich dieser Anteil bei Grundschulkindern zwischen sechs und elf Jahren bereits auf 77 Prozent, zwischen zwölf und siebzehn Jahren auf 79 Prozent.
Werden die Kinder älter, steigt auch die Vollzeitquote von Müttern in Partnerschaften, die abhängig beschäftigt1) sind. Mit Kindern unter sechs Jahren bestreiten 25 Prozent der Mütter in Partnerschaften im Jahr 2025 ihren Lebensunterhalt überwiegend durch das Einkommen Angehöriger, 15 Prozent leben überwiegend von Elterngeld.
Bei Vätern ist dies nicht zu beobachten: Der überwiegende Lebensunterhalt wird unabhängig vom Alter des jüngsten Kindes von über 90 Prozent der Väter in Partnerschaften aus der eigenen Erwerbstätigkeit bestritten.
Hinweise:
1) Abhängig Beschäftigte arbeiten auf vertraglicher Basis in einem abhängigen Arbeitsverhältnis für einen Arbeitgeber und erhalten dafür eine Vergütung.
In der Auswertung wurden Mütter und Väter ab 20 Jahren berücksichtigt, die innerhalb eines Haushalts in einer gemischtgeschlechtlichen Ehe oder Partnerschaft leben. Zudem wurden nur Mütter und Väter berücksichtigt, deren jüngstes Kind minderjährig ist.
Die dargestellten Ergebnisse stammen aus dem Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland, die (mit wenigen Ausnahmen) seit 1957 jährlich durchgeführt wird. In dieser Zeit gab es mehrere methodische und konzeptionelle Veränderungen, die die zeitliche Vergleichbarkeit einschränken. Langfristige Trends können dennoch erkannt werden. Weitere Hinweise zu Zeitreiheneffekten im Mikrozensus sind hier zu finden: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Migration-Integration/Methoden/Erlauterungen/1-mikrozensus-methodischen-effekten-in-der-zeitreihe.html
