Pressemitteilung
Fürth, den 30. März 2026
Inflation in Bayern steigt im März 2026 auf 2,8 Prozent
Kraftstoffe und Heizöl zentrale Treiber
Fürth. Im Freistaat steigen die Verbraucherpreise im März 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,8 Prozent. Dabei kosten Nahrungsmittel 1,0 Prozent mehr. Die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) steigen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,8 Prozent.
Im Vergleich zum Vormonat Februar 2026 steigt der Verbraucherpreisindex im März 2026 um 1,2 Prozent. Nahrungsmittel sind im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent teurer. Die Preise für Heizöl steigen um 43,9 Prozent. Auch für Kraftstoffe müssen die Verbraucherinnen und Verbraucher im März 2026 im Vergleich zum Vormonat deutlich mehr bezahlen
(+16,7 Prozent). Damit werden erste Auswirkungen des Iran-Kriegs für die Verbraucherinnen und Verbraucher spürbar. Der Preis für Strom sinkt gegenüber dem Februar 2026 um
0,6 Prozent.
Inflationsrate im März
Die Inflationsrate, gemessen als prozentuale Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat liegt im März 2026 bei 2,8 Prozent. Im Vergleich zum Februar 2026 steigt der Verbraucherpreisindex um 1,2 Prozent.
Die Teuerungsrate des Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie, in der öffentlichen Diskussion oft als Kerninflationsrate bezeichnet, beläuft sich in diesem Monat auf 2,6 Prozent und liegt damit erstmals seit August 2023 unter der Gesamtinflation. Die stark gestiegenen Energiepreise sind Grund für diese Entwicklung. Gegenüber dem Vormonat Februar 2026 steigt die Kerninflation um 0,6 Prozent.
Nahrungsmittel: Butter, Quark, Speisefette und Speiseöle sowie Olivenöl im Vorjahresvergleich weiterhin deutlich günstiger
Im Jahresvergleich steigen für Verbraucherinnen und Verbraucher im März 2026 die Preise für Nahrungsmittel um 1,0 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Februar 2026 steigen die Preise um 0,5 Prozent. Brot und Brötchen (+3,2 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (+3,9 Prozent) sowie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+4,1 Prozent) werden gegenüber dem Vorjahr deutlich teurer. Ebenso steigen die Preise im Vorjahresvergleich für Kaffee und Ähnliches (+10,5 Prozent). Obst (+3,4 Prozent) wird gegenüber dem Vorjahr ebenfalls teurer, Gemüse hingegen um 0,4 Prozent günstiger. Wie schon in den Vormonaten sinken dagegen die Verbraucherpreise für Butter (-27,4 Prozent), Quark (-21,2 Prozent), Speisefette und Speiseöle (-16,4 Prozent) sowie Olivenöl (-11,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahr spürbar. Hier macht sich ein so genannter Basiseffekt bemerkbar, da die Preise für diese Produkte im Vorjahresmonat zum Teil stark gestiegen waren.
Auswirkungen des Iran-Kriegs spürbar: Kraftstoffe (+16,7 Prozent) und Heizöl (+43,9 Prozent) werden im Vergleich zum Vormonat deutlich teurer
Die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) steigen im Vergleich zum Februar 2026 deutlich an (+8,1 Prozent). Die Auswirkungen des Iran-Kriegs sind hier für die Verbraucherinnen und Verbraucher am stärksten spürbar. Tanken wird im März 2026 gegenüber dem Vormonat um 16,7 Prozent teurer. Die Preise für Heizöl steigen sogar um 43,9 Prozent. Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe werden im Vormonatsvergleich um 9,2 Prozent teurer. Preissenkungen hingegen zeigen sich beim Strom (-0,6 Prozent). Die Preise für Erdgas sind im Vormonatsvergleich ebenfalls leicht gesunken (-0,2 Prozent).
Im Vorjahresvergleich liegen die Preise für Energie im März 2026 um 6,8 Prozent über den Preisen von März 2025. Der Preis für Heizöl steigt spürbar um 44,8 Prozent gegenüber März 2025. Auch der Preis für Kraftstoffe ist im März 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat stark gestiegen
(+19,7 Prozent). Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe werden im Vorjahresvergleich ebenfalls deutlich teurer (+25,3 Prozent). Strom (-6,6 Prozent) und Erdgas
(-4,2 Prozent) können dagegen günstiger bezogen werden.
Insbesondere in der langfristigen Betrachtung wird deutlich, wie stark und vor allem auch wie unterschiedlich sich die Energiepreise inzwischen entwickelt haben: Gegenüber den Durchschnittspreisen des Jahres 2020, dem Basisjahr der Verbraucherpreisstatistik, sind die Preise für Brennholz, Holzpellets und andere feste Brennstoffe (+84,8 Prozent), Erdgas
(+81,3 Prozent) und Kraftstoffe (+64,6 Prozent) deutlich gestiegen. Die Preise für Heizöl sind seit 2020 mit 165,2 Prozent am stärksten gestiegen. Für Strom hingegen liegt die Preissteigerung lediglich bei 13,8 Prozent. Insgesamt sind die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) seit dem Jahr 2020 um 51,4 Prozent gestiegen.
Deutliche Preissteigerung ebenfalls bei internationalen Flügen
Preissteigerungen aufgrund des Kriegs in Nahost sind auch für internationale Flüge beobachtbar: So sind diese im März 2026 im Vergleich zum Vormonat um deutliche 10,0 Prozent gestiegen. Im Vorjahresvergleich ist eine Preissteigerung von 17,8 Prozent zu verzeichnen.
Wohnungsmieten – Preissteigerungen unter der Entwicklung des Gesamtindex
Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhen sich die Wohnungsmieten ohne Nebenkosten im März 2026 um 2,4 Prozent. Die Preissteigerung in diesem Bereich liegt unter dem Niveau der allgemeinen Preisentwicklung.
Hinweise:
Die Ergebnisse für März 2026 gelten zunächst als vorläufig. Ab dem 07. April 2026 finden Sie die endgültigen Landesergebnisse unter: https://www.statistik.bayern.de/statistik/preise_verdienste/preise/index.html.
Methodische Hinweise:
Der Teilindex Energie umfasst Haushaltsenergie und Kraftstoffe. Unter Haushaltsenergie fallen u.a. Strom, Leichtes Heizöl sowie Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe.
Die Tatsächliche Nettokaltmiete ist definiert als Miete ohne Nebenkosten und ohne unterstellte Mieten. Bei den Mieten werden in der Verbraucherpreisstatistik Neu- und Bestandsmieten repräsentativ erhoben.
Mehr Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht:
„Verbraucherpreisindex für Bayern. Monatliche Indexwerte von Januar 2020 bis März 2026 mit Gliederung nach Haupt- und Sondergruppen“ (Bestellnummer: M1301C 2026 03).
Des Weiteren können die Ergebnisse zum Verbraucherpreisindex auch über die Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden: Bayerisches Landesamt für Statistik - GENESIS-Online: Statistik: 61111.
