Pressemitteilung

071/2026/57/H
Fürth, den 19. März 2026

Güterumschlag auf bayerischen Wasserstraßen im Jahr 2025 leicht zurückgegangen

Donaugebiet verbucht 2,8 Prozent Zuwachs, 4,0 Prozent Rückgang für Rheingebiet/Main

Im Jahr 2025 erzielen die bayerischen Binnenhäfen knapp 5,4 Millionen Tonnen Güterumschlag. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, werden gegenüber dem Jahr 2024 um 0,5 Prozent weniger Güter auf dem Wasser transportiert. Hiervon entfallen auf das Maingebiet knapp 2,6 Millionen Tonnen, das sind 4,0 Prozent weniger Güterumschlag als im Vorjahr. Das Donaugebiet erreicht ein leichtes Plus von 2,8 Prozent auf rund 2,8 Millionen Tonnen Güter. Die umschlagstärksten Häfen an der Donau sind Regensburg und Straubing-Sand, am Main sind dies Aschaffenburg und Lengfurt.

Schweinfurt. In den bayerischen Häfen der Bundeswasserstraßen von Passau über Nürnberg bis Aschaffenburg werden im Jahr 2025 insgesamt knapp 5,4 Millionen Tonnen Güter und damit etwas weniger (-0,5 Prozent) als im Jahr 2024 umgeschlagen. Insgesamt werden rund 2,5 Millionen Tonnen eingeladen und rund 2,9 Millionen Tonnen Güter ausgeladen.

Stärkste Zunahme in Karlstadt
Im Maingebiet werden mit knapp 2,6 Millionen Tonnen Gütern um 4,0 Prozent weniger als im Vorjahr ein- und ausgeladen. Im Donaugebiet ist es ein Plus von 2,8 Prozent auf rund 2,8 Millionen Tonnen Güter. Die Verteilung der Umschlagsmenge im Jahr 2025 auf die Wasserstraßengebiete ist mit einem Anteil des Donaugebietes von 52,0 Prozent am bayerischen Güterumschlag zu 48,0 Prozent auf dem Main nahezu ausgewogen.

Besonders prägnant ist die Entwicklung des Güterumschlags im Jahr 2025 im Maingebiet in Karlstadt. Dieser hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit einem Plus von 118,7 Prozent mehr als verdoppelt. Die restlichen Häfen auf dem Main verzeichnen Rückgänge: Aschaffenburg (-3,3 Prozent), Lengfurt (-15,0 Prozent), Schweinfurt (-27,2 Prozent), Würzburg (-50,1 Prozent) und Kitzingen (-53,1 Prozent).

Im Donaugebiet haben Deggendorf (+58,1 Prozent) und Regensburg (+21,1 Prozent) ordentliche Zuwächse der verladenen Gütermengen zu verzeichnen. Dagegen haben Passau (-1,4 Prozent), Kelheim (-6,4 Prozent), Nürnberg (-8,7 Prozent), Bamberg (-11,1 Prozent) und Straubing - Sand (-11,3 Prozent) Abnahmen beim Güterumschlag im Jahr 2025.

Die umschlagsstärksten Häfen in Bayern sind Regensburg mit rund 1 143 000 Tonnen (Donau) und Aschaffenburg mit knapp 566 000 Tonnen (Main).

Aufteilung nach Gütergruppen
Zu Wasser werden von den knapp 5,4 Millionen Tonnen Güterumschlag im Jahr 2025 in Bayern hauptsächlich „Erze, Steine und Erden“ (20,6 Prozent), „Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft“ (17,9 Prozent), „Nahrungs- und Genussmittel“ (13,8 Prozent) sowie „sonstige Mineralerzeugnisse“ (12,7 Prozent) transportiert.

Insgesamt melden sich 6 104 Schiffe mit Umschlagsgütern an und ab, davon befahren rund 58,4 Prozent der Schiffe (3 562) das Donaugebiet.

Hinweise und weitere Informationsquellen:
Die Ausweisung der in der Binnenschifffahrt transportierten Güter erfolgt nach der NST-2007

Kostenfreie Standarddatensätze der Güterverkehrsstatistik in der Binnenschifffahrt bieten die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder im Statistikportal an. Diese erlauben einen einfachen Zugang zu tief gegliederten Ergebnisbausteinen der Schifffahrtsstatistiken. Nutzerinnen und Nutzer können die im CSV-Format bereitgestellten Daten flexibel auswerten und weiterverarbeiten.

Ausführliche Ergebnisse zur Güterverkehrsstatistik in der Binnenschifffahrt werden in Kürze in unserem Datenangebot Genesis-Online aktualisiert.

Tortendiagramm mit den einzelnen Gütern
Tabelle zum Güterumschlag im Jahr 2025