Pressemitteilung

067/2026/56/E
Fürth, den 13. März 2026

Bayerns Bauhauptgewerbe im Januar 2026: Umsätze um 2,9 Prozent unter Vorjahresniveau

Auftragseingang steigt im Gewerblichen Tiefbau um 39,8 Prozent

Im Januar 2026 erzielt das bayerische Bauhauptgewerbe einen baugewerblichen Umsatz von rund 1,02 Milliarden Euro. Im Tiefbau werden höhere Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat erwirtschaftet. Insbesondere gilt das für den öffentlichen Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen mit einem Plus von 17,1 Prozent. Auch die Auftragseingänge entwickeln sich im Tiefbau positiv. Mit einem Plus von 39,8 Prozent ist im gewerblichen und industriellen Tiefbau die größte Steigerung zu verzeichnen. Im Hochbau hingegen sind sowohl Umsatz als auch Auftragseingänge rückläufig.

Schweinfurt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, sinkt der Umsatz des bayerischen Bauhauptgewerbes im Januar 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,9 Prozent bzw.
rund 30 Millionen Euro.

Infrastrukturbereiche weiter Wachstumstreiber: Tiefbau mit Umsatzplus
Insbesondere im öffentlichen Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen werden um 17,1 Prozent höhere Umsätze erwirtschaftet. Im gewerblichen und industriellen Tiefbau steigen die Umsätze um 8,5 Prozent, während der Straßenbau mit –5,4 Prozent ein rückläufiges Ergebnis verbucht.

Im Hochbau sind die erwirtschafteten Umsätze in allen Bausparten um bis zu 15,5 Prozent niedriger als vor Jahresfrist.

Auftragseingänge im gewerblichen Tiefbau +39,8 Prozent
Die Auftragseingänge im bayerischen Bauhauptgewerbe steigen im Januar 2026 um 1,8 Prozent. Deutlich positiv entwickeln sich die Auftragsvergaben im Vorjahresvergleich in den beiden größten Bausparten des Tiefbaus: +39,8 Prozent im gewerblichen und industriellen Tiefbau und +16,0 Prozent im öffentlichen Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen.

Im Hochbau verzeichnen dagegen alle Bausparten abnehmende Auftragsvergaben. Die Spanne der Rückgänge beläuft sich zwischen 7,0 Prozent im Wohnungsbau und 56,3 Prozent im öffentlichen Hochbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen.

Preisbereinigt moderate Entwicklung im Wohnungsbau – Tiefbau bleibt robuster
Im Vergleich zum Bezugsmonat des Basisjahres 2021 liegen die Auftragseingänge insgesamt im Januar 2026 nominal um 1,8 Prozentpunkte höher, preisbereinigt jedoch um
21,7 Prozentpunkte niedriger (siehe Grafik 1). Beim Umsatz zeigt sich sowohl nominal als auch preisbereinigt ein Plus gegenüber Januar 2021. Während gegenüber 2021 nominal ein Anstieg von 20,3 Prozentpunkten erreicht wird, ergibt sich real ein Plus um 5,9. Der (preisbereinigte) Wert des Bezugsmonats Dezember im Basisjahres 2021 wird in den Graphiken 1 und 2 jeweils als brauner Punkt (Umsatz) und blaues Dreieck (Auftragseingang) über dem aktuellen Monatswert dargestellt.

Im Vergleich zum Januar 2025 sinken sowohl nominaler und realer baugewerblicher Umsatz
(–1,8 Prozentpunkte). Der Auftragseingang steigt nominal (+1,7 Prozentpunkte) und real
(+0,6 Prozentpunkte).

Im Wohnungsbau (siehe Grafik 2) zeigen die preisbereinigten Daten den deutlichen Rückgang dieser Bausparte: Die Aufträge liegen real 41,9 Prozentpunkte unter dem Monatswert des Jahres 2021, die Umsätze um 6,2 Prozentpunkte darunter.

Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich wiederum eine Abnahme sowohl beim nominalen Umsatz
(–4,8 Prozentpunkte) als auch beim realen Umsatz (–4,2 Prozentpunkte).
Die Auftragseingänge verzeichnen nominal sowie real einen Rückgang um 4,8 Prozentpunkte bzw. 4,5 Prozentpunkte.

Mit Blick auf die Bausparten übertrifft der Tiefbau den Hoch- und Wohnungsbau auch im Januar 2026 deutlich (siehe Grafik 3). Vor allem Projekte im Bereich der Energie- und Verkehrsinfrastruktur stützen die Gesamtentwicklung des bayerischen Bauhauptgewerbes.

Konstanter Personalstand im Bauhauptgewerbe
Ende Januar 2026 sind im bayerischen Bauhauptgewerbe insgesamt 104 358 Personen tätig und damit etwa 1 400 mehr als im Vorjahresmonat. Diese Beschäftigten leisten an
20 Arbeitstagen 4,6 Millionen Arbeitsstunden, die mit rund 367 Millionen Euro Entgelt vergütet werden. Im Januar 2025 wurden bei 21 Arbeitstagen 5,4 Millionen Arbeitsstunden mit einem Gesamtentgelt von rund 364 Millionen Euro entlohnt.

Hinweise:
Die Berichterstattung basiert auf den Ergebnissen des Monatsberichts im Bauhauptgewerbe. Im Rahmen dieser Erhebung werden die bauhauptgewerblichen Betriebe von rechtlichen Einheiten mit 20 oder mehr tätigen Personen befragt.

Mehr Ergebnisse enthält der Statistische Bericht, der voraussichtlich in KW 11 erscheint:
Bauhauptgewerbe in Bayern im Januar 2026“ (Bestellnummer: E2100C 202601).