Pressemitteilung

066/2026/52/D
Fürth, den 13. März 2026

Insolvenzgeschehen in Bayern im Jahr 2025 – Weiterhin zunehmende Zahl an Verfahren

Zahl der Unternehmensinsolvenzen steigt um 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr

Im Jahr 2025 steigt die Zahl der Insolvenzverfahren gegenüber dem Jahr 2024 um 11,0 Prozent auf insgesamt 14 873 Verfahren. Die Zahl der Insolvenzen der übrigen Schuldner steigt in diesem Zeitraum um 11,1 Prozent, die Zahl der darunter enthaltenen Verbraucherinsolvenzen um 14,5 Prozent. Und auch die Zahl der Unternehmensinsolvenzen steigt um 10,7 Prozent, auf 3 316 Verfahren gegenüber 2 995 Verfahren im Jahr 2024. Unter anderem im Gastgewerbe steigt die Zahl der Verfahren deutlich an, von 262 Verfahren im Jahr 2024 auf 387 Verfahren im Jahr 2025 (plus 47,7 Prozent).

Schweinfurt. Mit 14 873 Insolvenzverfahren im Jahr 2025 setzt sich der seit Ende 2022 beobachtete Anstieg in der Zahl der Insolvenzverfahren weiter fort. Im vorangegangenen Jahr 2024 wurden 13 400 Verfahren beantragt. Ein Großteil entfällt mit 7 430 Verfahren auf die Verbraucherinsolvenzen, deren Zahl damit gegenüber 2024 um 14,5 Prozent ansteigt. Zusammen mit den Insolvenzverfahren ehemals selbständig Tätiger, natürlicher Personen als Gesellschaftern u.Ä. sowie aus Nachlässen und Gesamtgut bilden diese die Verfahren der übrigen Schuldner, deren Zahl von 10 405 im Jahr 2024 auf 11 557 im Jahr 2025 ansteigt (plus 11,1 Prozent). Im gleichen Zeitraum steigt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen von 2 995 Verfahren auf 3 316 Verfahren (plus 10,7 Prozent).

Zunehmende Zahl an Verfahren in vielen Wirtschaftsbereichen
Insbesondere im Gastgewerbe (Wirtschaftsabschnitt I) und im Verarbeitenden Gewerbe (Wirtschaftsabschnitt C) nimmt die Zahl der Verfahren deutlich zu. Waren im Jahr 2024 im Gastgewerbe 262 Unternehmen von einer Insolvenz betroffen, steigt deren Zahl im Jahr 2025 um rund 47,7 Prozent auf 387 Verfahren. Im verarbeitenden Gewerbe werden mit 268 Verfahren rund 22,4 Prozent mehr Verfahren gezählt als im Vorjahr. Im Grundstücks- und Wohnungswesen (Wirtschaftsabschnitt L) ist die Zahl der Verfahren nach einem mehrjährigen Anstieg wieder rückläufig, mit 201 Verfahren wurden hier rund 27,2 Prozent weniger Verfahren gezählt als im Jahr 2024.

Mit insgesamt 27 991 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sind zwar weniger Personen von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffen als im Vorjahr, in dem es 33 094 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betraf, die Zahlen verharren allerdings weiter auf einem hohen Niveau.

Regionale Unterschiede erkennbar
Die einzelnen Regierungsbezirke Bayerns zeichnen ein heterogenes Bild. Während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Mittelfranken mit einem Minus von rund 13,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgeht, nimmt sie in der Oberpfalz mit einem Anstieg um 46,4 Prozent, in Oberfranken mit einem Anstieg um 34,1 Prozent und in Unterfranken mit einem Anstieg um 29,5 Prozent deutlich zu. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen nimmt gegenüber dem Jahr 2024 in allen Regierungsbezirken zu, zwischen plus 6,6 Prozent (Schwaben) und 26,2 Prozent (Mittelfranken).