Pressemitteilung

048/2026/33/C
Fürth, den 26. Februar 2026

Agrarstrukturerhebung 2026 beginnt in Bayern

Rund 13 900 landwirtschaftliche Betriebe werden ab März 2026 angeschrieben

Wie das Fachteam des Bayerischen Landesamts für Statistik mitteilt, beginnt in Kürze die Agrarstrukturerhebung 2026. In Bayern werden dabei Anfang März 2026 rund 13 900 landwirtschaftliche Betriebe angeschrieben. Befragt werden diejenigen, die im Zuge einer repräsentativen Stichprobe ausgewählt wurden. Im Fokus steht auch diesmal die Frage nach der Struktur und den Entwicklungstendenzen in der bayerischen Landwirtschaft hinsichtlich wichtiger, von der Politik und Öffentlichkeit nachgefragter Merkmale wie zum Beispiel Viehhaltungsverfahren oder Arbeitskräfte in der Landwirtschaft. Um den Umfang der Befragung zu reduzieren und somit die auskunftspflichtigen Landwirte zu entlasten, nutzt das Bayerische Landesamt für Statistik – wo möglich – bereits vorhandene Verwaltungsdaten. Die Veröffentlichung der Ergebnisse ist ab dem Frühjahr 2027 vorgesehen.

Fürth. In Kürze findet die Agrarstrukturerhebung 2026 statt. Dies ist nach der Agrarstrukturerhebung des Jahres 2023 die zweite statistische Großerhebung im Landwirtschaftsbereich in diesem Jahrzehnt. Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, werden die offiziellen Anschreiben einschließlich der Zugangsdaten zur Onlinemeldung ab Anfang März 2026 auf dem Postweg an rund 13 900 landwirtschaftliche Betriebe in Bayern, die für die repräsentative Stichprobe ausgewählt wurden, versandt. Der Stichtag der Erhebung ist der 1. März 2026.

Erhebung enthält wichtige Fragen zur Struktur der Landwirtschaft
In welchem Maße setzt sich der Strukturwandel in der Landwirtschaft fort? Steigt der Pachtpreis für das Ackerland weiter? Wie viele Arbeitskräfte sind in der Landwirtschaft beschäftigt? Welcher Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche wird zusätzlich bewässert? Welche Haltungsverfahren sind bei den Rindern und den Schweinen vorherrschend?

Auf diese und andere Fragen soll die Agrarstrukturerhebung 2026 Antworten liefern. Alle Betriebe werden u. a. zur Bodennutzung, dem Bodenmanagement, zum ökologischen Landbau, den Viehbeständen und den Haltungsverfahren, den Eigentums- und Pachtverhältnissen, den Arbeitskräften, der Bewässerung und zum Einsatz von Wirtschaftsdünger befragt.

Entlastung der Landwirte durch Nutzung von bestehenden Verwaltungsdaten
Bei der Agrarstrukturerhebung 2026 besteht Auskunftspflicht, jedoch werden zur Entlastung der befragten Landwirte – wo möglich – bereits vorliegende Verwaltungsdaten genutzt. So werden Daten zur Bodennutzung aus dem so genannten Mehrfachantrag (MFA) übernommen, mit dem die Landwirte Fördermaßnahmen und Ausgleichszahlungen beantragen. Bei den Angaben zu den Rinderbeständen nutzt die amtliche Statistik das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HIT). Zum ersten Mal werden im Jahr 2026 die Verwaltungsdaten der Weinbaukartei verwendet, aus welcher Rebflächen der auskunftspflichtigen Weinbetriebe übernommen werden. Alle erhobenen Angaben unterliegen der statistischen Geheimhaltung.

Ergebnisse werden 2027 themenweise veröffentlicht
Die endgültigen Ergebnisse zu allen Themenbereichen werden ab dem Frühjahr 2027 vorliegen. Erste Eckzahlen zum Stand der Landwirtschaft in Bayern wird es im Januar 2027 geben. Die vorläufigen und endgültigen Ergebnisse zur Bodennutzung landwirtschaftlicher Betriebe sind ab diesem Jahr nicht mehr Bestandteil der Agrarstrukturerhebung. Sie werden als Ergebnis einer Auswertung von vorliegenden Verwaltungsdaten, ohne Befragung der Landwirte, separat veröffentlicht.

Hotline zur Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe
Für Fragen der Landwirte zur Agrarstrukturerhebung 2026 hat das Bayerische Landesamt für Statistik sowohl eine Hotline unter der Telefonnummer 0911 98208 6280 als auch eine E Mail-Adresse agrar-info@statistik.bayern.de eingerichtet. 

Bei Medienanfragen ist die Pressestelle des Bayerischen Landesamts für Statistik wie gewohnt unter 0911-98208-6109 oder presse@statistik.bayern.de erreichbar.